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Movies & Shows

The Prestige

Es ist jetzt doch eine zeitlang her, dass ich einen persönlichen Eindruck zu einem Film hier gepostet habe. Obwohl ich seit dem letzten Posting sicherlich einige duzend Filme angesehen habe, gab es nicht wirklich einen davon, der mich dementsprechend nachhaltig motiviert hätte, an dieser Stelle noch einige Zeilen zu schreiben. Nun ja, bis vor kurzem eben.

Was soll ich im Prinzip über den Film von Chris Nolan sagen? Eigentlich ist ja bereits Nolan selbst als Director ein Garant für teils sehr rechhaltige Kost (Memento, 2000), teils aber sehr unterhaltsame Actionfilme (Batman Begins, 2005). Daher wäre es ja schon alleine ihm zu verdanken, ein ziemliches Kinoerlebnis zu erfahren. Wenn dann aber auch noch eine Besetzung wie Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine und Scarlett Johannson der Fall ist, bekommt man bereits zu Beginn ein etwas gespaltenes Gefühl. Einerseits absolute Freude, anderseits eine gewisse, schlimme Befürchtung, die sich langsam aufbaut: Wenn dieser Film nicht das ist, was man sich von ihm verspricht, gibt es eine rieeeesen Enttäuschung.

Doch gleich einmal vorweg: All diese leicht paranoiden Befürchtungen sind spätestens nach zehn bis zwanzig Minuten aus dem Feld geräumt. Charakterdarstellung, Präsentation der Geschichte und nicht zuletzt das Screenplay selbst stimmen von der ersten bis zur letzten Szene. Nolan setzt viel auf klassische Stilmittel. Es gibt keine großen Kamerafahrten oder Weitwinkelaufnahmen. Beinahe der gesamte Film wurde mit einer Schulterkamera gedreht, was ihm eine besondere Lebendigkeit und Elan verleiht. Die Szenen gewinnen an Dynamik und man hat viel intensiver das Gefühl, mittendrinnen in der Handlung zu sein.

Die Handlung selbst ist eine gute Mischung aus Thriller und Mystery, was ja bei einer Geschichte um zwei Magier nicht gerade unüberrascht kommt. Sehr positiv habe ich empfunden, dass sie zwar immer wieder mit Filmklischees spielt, selbst aber kaum bis gar nicht in eines verfällt. Die Story hat zahlreiche Wendungen, die einem bis zuletzt zum Mitdenken anregen. Tasächlich sitzt man fast während der gesamten zwei Stunden Spielzeit auf seinem Kinosessel und überlegt sich, welche der tausend Anhaltspunkte und Teillösungen verwertbar sind oder auch nicht. Allerdings übernimmt diese Gedankenbeschäftigung nie die Kontrolle, sodass man dennoch den Film schön auf sich wirken lassen und die Bilder, sowie auch die wunderbaren Charakterdarstellungen geniesen kann.

Und diese sind wirklich gut gelungen. Jackman und Bale nehmen sich nichts in ihren Rollen der ewigen Rivalen, diese absolut überzeugend rüberbringen. Vielleicht sogar etwas zu überzeugend, da man irgendwie das Gefühl nicht losbekommt, dass dieser Zustand durchaus auf das wahre Leben ebenfalls umzumünzen wäre. (Wir wollen bedenken: Beide verkörpern Comic-Superhelden und haben damit nicht nur jede Menge Geld, sondern auch einiges an "Prestige" gewonnen. Jackmann konnte deutlich in seinen Rollen als Wolverine überzeugen - sogar im dritten und damit auch absolut schwächsten Teil der X-Men Saga - und feierte damit seinen absoluten Durchbruch. Bale ging es nicht anders. Nach dem Erfolg von Batman Begins stehen nicht nur zwei weitere Batman Filme an - von denen der nächste bereits gedreht wird - sondern auch jede Mege anderer lukrativer Angebote. Wenn wir jetzt auch noch bedenken, dass beide für die gleiche Agentur arbeiten, wenn nicht sogar den gleichen Agenten haben... nun ja... eine gewisse Rivalität kann man ja da eventuell anspekulieren *gg*) Caine und Johansson, sowie auch Rebekka Hall sorgen als gut inszinierte Nebendarsteller wür eine absolut stimmige Umgebung, wobei natürlich wieder Sir Michael Caine deutlich hervorsticht. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber Caine schafft es stets in seinen Rollen zu überzeugen. Ob nun als Arzt in einem Waisenhaus, als väterlicher Butler oder als genialer Kopf in der Welt von Illusion und Täuschung: Wieder einmal geht er in seiner Rolle absolut auf.

Nun bleibt wohl nur noch einer zu erwähnen, der in seiner Nebenrolle wohl die absolute Überraschung war: Nikola Tesla alias David Bowie überzeugt genauso in der Rolle des obsessiven Wissenschaftlers, den man irgendwo zwischen missverstandenen Genie und berechnenden Geschäftsmann einstufen muss. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob ich ihn vor "The Prestige" ebenfalls eine solch kompetente, schauspielerische Leistung zugetraut hätte. Nun tu ichs. ^^ Übrigens am Rande erwähnt: Nikola Tesla ist nicht nur eine der Elementarsten Figuren der Elektrizitätslehre und bekannt für seinen exzessiven Lebensstil. Er war auch Student der Technischen Universität Graz. Wenn auch nur für zwei Jahre - bis man ihn eben rausgeschmissen hat auf Grund seines Verhaltens.

So. An dieser Stelle ist es mir nicht mehr Möglich, weitere Dinge des Films zu erwähnen, ode wirklich schlimme Spoiler purzeln zu lassen. Daher folgt nun mein Vorab-Fazit und nach einigem Abstand der restliche Teil meiner Meinung. Den man aber erst lesen sollte, wenn man den Film besucht hat. Oder dies ganz sicher nicht mehr vorhat. Sonst würde es wahrscheinlich viel zu viel runinieren ^^""

Vorab-fazit: Ein äußerst gelungener Movie mit Star-Besetzung, der sich eindeutig von der Masse abhebt. Ansehen!

 

 

 

 

 

 

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Aber jetzt: Der Spoiler-Teil.

Ja, ich gebe zu: Der Film hat mir absolut gefallen. In seiner Gesamtheit bewegt er nicht nur zum Mitdenken, sondern hinterlässt auch ein Gewisses Nachglimmen, sodass man die gesamte Story nach dem Ende noch einmal im Kopf durchdenkt. Allerdings gibt es dennoch ein paar Dinge, die ich ein wenig Schade gefunden haben, da sie den positven Gesamteindruck doch ein wenig negativ beeinflusst haben. OK. Alfred und Feddy sind nicht ein und derselbe Mann, sondern zwei Zwillinge, die sich ein Leben geteilt haben. Soweit-Sogut. Doch hätte man die Verkleidung des anderen Zwillings als der Erfinder nicht ein wenig besser planen können? Nichts für ungut, aber in der erste Szene im Gerichtssal, wo man Alfreds kleine Tochter sieht, zusammen mit dem Erfinder, kann man bei genaurem Beobachten schnell erkennen, dass es sich dabei ebenfalls um Bale handelt. In den darauffolgenden Szenen ist die Maske besser, aber was bringt das schon, wenn ein geschultes Auge bereits in der ersten Szene einen der Knackpunkte der Geschichte entdeckt. Außerdem bleibt der Erfinder über die gesamte Story hin viel zu ruhig und viel zu wortkarg, als dass er nicht auffallen würde. Und spätestens in der Szene mit Freddy Streit mit Sarah, wo er sich liebevoll um die Tochter kümmert wird klar: Hier stimmt was nicht.

Zweiter Kritikpunkt ist generell die Richtung, die die story im letzten Drittel des Films einschlägt. Relativ spontan und plötzlich entwickelt sich der Thriller zu einem waschechten Sci-Fi Film, bei denen Personen, Katzen und Zyliner durch ein dreidimensionales Faxgerät teleportiert werden. Nun ja. Ansichtssache. Natürlich passt diese Entwicklung mit dem mystischen Element rund um Tesla und den "Wahren transportierten Mann", speziell, wenn man den letzten Monolog von Angier bedenkt. "Ich wusste nie, ob ich der Mann wäre, der ertrinkt, oder der, der das Prestigio bekommt." Aber trotzdem... Irgendwie hat es einen gewissen nachgeschmack hinterlassen, dass unbedingt eine solche Lösung kommen musste. War das wirklich so unausweichlich? Vermutlich.

Fazit: Auch trotz dieser beiden Kritikpunkte ein nach wie vor genialer Film, dessen Ende aber durchaus polarisieren kann, wenn man mich fragt.

27.1.07 22:13


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Elephant

Ich hab schon einige Zeit lang überlegt, mit welchem Film ich diese Rubrik meines Blogs einweihen soll. Ursprünglich dachte ich dabei ein einen meiner Lieblingsfilme, wie beispielsweise Fight Club oder Dogma. Oder vielleicht einen dieser absoluten All-Time-Favourtes. Filme, die ich mir schon hunderttausend Mal im Fernsehen gesehen habe und sie jedes Mal immer wieder gerne neu ansehe, wie beispielsweise Terminator 2 oder Conan. Oder vielleicht doch einer meiner neuen Lieblinge, wie Jackie Brown oder Serenity. Aber alles in allem hab ich mich dann doch für "Elephant" entschieden.

Warum?

Nun ja, der Grund ist recht einfach, es ist der letzte Film, den ich gesehen habe, streng genommen vor ungefähr 24 Stunden. Und der mich für den aktuellen Header dieser Seite "Guns don't kill people..." inspiriert hat - natürlich ist das als Persiflage zu verstehen.

Also um was gehts? Vor einigen Jahren haben zwei Schüler der Colombine Highschool in Littelton eine wirklich grauenvolle Tat begannen. Ein regelrechtes Massaker, das nicht nur durch alle Medien ging, sondern auch einen gewissen M. Moore zu seinem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" mitinspirierte. Und das damals einige sehr schwerwiegende Fragen bezüglich Gewalt in den Medien, deren Einfluss auf Jugendliche und die Situation in Hochschulen aufwarf. Elephant reitet auf dieser Welle quasi mit. Es ist keine Dokumentation, sondern eher eine Nachstellung der damaligen Ereignisse. In einigen langen, durchaus konfusen Szenen erleben wir die Geschehnisse jenes verhängnissvollen Tages (aber auch die des Vortages) aus der Perspektive von einigen Schülern.

Da hätten wir einmal John, der quasi Glückspilz des Tages. Vielleicht, weil er mit den anderen Schülern besser auskam, vielleicht, weil sein Vater Alkoholiker ist, vielleicht wegen seines Hundes, vielleicht aber auch nur durch eine pure Laune heraus, raten die beiden Attentäter ihm, nicht mehr die Schule zu betreten - als sie ihn zufällig vor der Schule über den Weg laufen. John ist die erste Hauptfigur, der wir im Laufe des Filmes kennenlernen und er ist auch derkjenige, der sich am markanntesten in das Gedächtnis einprägt - die beiden Killer mal ausgenommen.

Denn nach John finden sich recht schnell noch mindestens zehn andere Jugendliche in den Film hinein, die allerdings mehr als Kanonenfutter oder als traurige Gag-Lieferanten dienen. Da hätten wir unter anderem einmal den Sportchamp samt Freundin, einen rasenden Schüler-Fotographen, das schüchterne Mauerblümchen, die bulemische Dreie-Clique aus richtigen Zicken und einen schwarzen Jungen, der eigentlich nur auftaucht um erschossen zu werden und keinen einzigen Satz sagen darf. Schade eigentlich, denn der Film fängt mit John und dessen betrunkenen Vater eigentlich recht gut an. Doch bereits nach der ersten Viertelstunde wird traurigerweise klar, dass fast die gesamten Anstrengungen der Charakterentwicklung (bzw. Darstellung) an drei Figuren verbraten wird. Der erste Punkt, der negativ auffällt.

Punkt Nummer Zwei ist vermutlich auch die, bereits erwähnte, konfuse Szenenführung. Der Film selbst spielt an zwei Tagen: Dem Tag des Amoklaufes und einen Tag davor. Allerdings vermute ich nur, dass es direkt der Tag davor ist, richtig herauslesen kann man das leider nicht. Der Schnitt und die Kameraführung sind ja ursprünglich recht kreativ. In langen (oft zu lang erscheinenden) Kamerafahrten folgen wir einer der Hauptfiguren, bis zu einem bestimmten Punkt. Trifft er/sie während dieser Fahrt andere Figuren, so werden wir die gleiche Szene mit SIcherheit nocheinmal zu Gesicht bekommen, nur eben aus einer anderen Perspektive. Klingt an und für sich dehr interessant, allerdings scheitert die Idee leider an der Durchführung. Denn anstatt diese Überschneidungen chronologisch korrekt zu bringen, sind sie ebenfalls wirr zusammengeschnitten, immer wieder durchsetzt von Rückblenden auf den Vortag, die wir allerdings erst nach langen Momenten als Rückblenden erkennen.

Also was bleibt unter dem Strich? Mal abgesehen von der teilweise lieblosen Charakterdarstellung und dem nicht gerade sehr erfreulichen Schnitt ist "Elephant" ein durchaus sehr brauchbarer Film. Er maßt sich kein Urteil über die Amokläufer an, was ganz sicher ein Pluspunkt ist. Stattdessen bringt er einige Ansätze für mögliche Erklärungen, vertieft diese allerdings nicht so weit, dass die Tat verharmlost werden könnte. Also muss sich der Zuschauer wohl oder übel selbst ein Urteil bilden, nachdem die Bilder auf ihn eingewirkt sind. Ein Konzept, welches ich durchaus zu würdigen weiß.

Daher würde meine persönliche Wertung lauten wie folgt:

* * * - -
(3/5 Sternen)

19.8.06 01:38





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