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Dancin' on knives edge

*Staub vom Blog pustet*

Tja, ist jetzt wohl eine Zeitlang her, seitdem ich das letzte Mal etwas gepostet habe. Vermutlich wohl, weil die letzte Zeit irgendwie etwas... kompliziert war. Viele Verpflichtungen, die am Ende des letzten Jahres noch in Haus gestanden sind, einige tiefere Einblicke in meine Seele innerhalb der vergangenen Wochen, die ich mir lieber noch einige Zeit aufgeschoben hätte und schlussendlich einige andere Dinge, die etwas schief gelaufen sind, nennen sich wohl die unrühmlichen Höhepunkte des vergangenen Monats. Viele Dinge sind passiert, die mich auf die eine oder andere Weise belastet haben. Seelisch, körperlich, einerlei. Im Endeffekt hat sich das Ganze schließlich in einem ganz schönen Stimmungstief entladen, welches mich das vergangene Wochenende ziemlich erwischt hat, und welches sich erst heute langsam etwas abschütteln lässt.

Alles in allem könnte man meine Gedanken der vergangenen Tag mit folgendem Bild beschreiben: Einem Tank auf Messers Schneide. Die Schneide ist wohl genau das Leben, dass ich führen will. Das Optimum, die innere Balance zwischen all den verschiedenen Interessen und Seiten an meiner Persönlichkeit, die ich besitze ist wohl diese Schneide. Ein schmaler Grat, von dem ich jedes Mal abrutsche, wenn ich das Gefühl bekommen habe, endlich meinen Rhythmus auf ihn gefunden zu haben. Und entweder auf die eine oder andere Seite der Schneide falle. Entweder in die optimistische, verharmlosende Gleichgültigkeit meiner Persona oder - in selterneren Fällen - auf die nüchterne, triste Traurigkeit der Realität. Ein Stimmungstief, dass mich viele Fragen überdenken lässt, die ich normalerweise geschickt vermeide. Fragen, deren Antwort ich tief in meinem Innersten vermutlich kenne, ich sie aber lieber verleugne und stattdessen meine gesamte Konzentration auf andere Dinge in meinem Leben richte. Uni. Party. Karriere. Spaß. Freunde. Kollegen. Der ewigwährende Dualismus meiner eigenen Existenz. Die Lüge meines Charakters, der ich selbst schon einmal zu oft aufgesessen bin.

Kurz gesagt: Jede Menge Gedanken, die mir normalerweise nicht durch den Kopf schwirren.

Normalerweise bin ich nicht so. Weder so negativ, noch so theadralisch. Diese Einsicht kommt aber meist erst dann, wenn ich aus diesem tiefen Loch, in das ich mich selbst gestürzt habe, wieder herausgefunden habe. Was jetzt langsam wieder der Fall ist. Im Nachhinein bleibt dann wohl nur noch der bittere Nachgeschmack eines halbverdauten Wochenendes und eines intensiver werdenden Traumes, der sich in meiner Vorstellung langsam immer mehr konkretisiert.

Der Traum eines Cottages, irgendwo tief in den Upper Highlands von Schottland. Vielleicht Nähe Iverness. Etwas mehr nördwestlich eventuell. Zwanzig Meilen bis zur nächsten Ortschaft. Im Landhaus selbst nur das Notwendigste. Fernseher? Muss nicht ein. Internet? Nein, wäre vermutlich besser ohne. Ein Computer? Eventuell, wenn Word installiert ist könnte ich ja eventuell die Inspiration haben, etwas in meinen Geschichten weiterzuschreiben. Ein See wäre schön. Vielleicht nicht unbedingt direkt neben dem Haus, auch wenn das durchaus OK wäre. Wäre ja auch nicht das Erste Mal und vielleicht könnte ich meine Angel mal wieder auspacken. Ein offener Kamin wäre fast schon ein Muss. Und sonst? Ein Mietauto zur freien Verfügung, aber von diesem Mal abgesehen: Ruhe. Ruhe, Einsamkeit, Entspannung. Für wie lange? Ein Monat? Sechs? Zwölf? Schwer zu sagen. "Solange es eben dauert." Um das Gleichgewicht wiederzufinden und vielleicht das erste Mal in meinem Leben ins Reine mit mir selbst zu kommen. Irgendwie... habe ich das schon lange aufgeschoben. Irgendwie...

Hmm, ich denke, ich schweife langsam in die Belanglosigkeit ab. Vielleicht ein Zeichen, aufzuhören. Zumindest für heute.

22.1.07 21:41


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The Prestige

Es ist jetzt doch eine zeitlang her, dass ich einen persönlichen Eindruck zu einem Film hier gepostet habe. Obwohl ich seit dem letzten Posting sicherlich einige duzend Filme angesehen habe, gab es nicht wirklich einen davon, der mich dementsprechend nachhaltig motiviert hätte, an dieser Stelle noch einige Zeilen zu schreiben. Nun ja, bis vor kurzem eben.

Was soll ich im Prinzip über den Film von Chris Nolan sagen? Eigentlich ist ja bereits Nolan selbst als Director ein Garant für teils sehr rechhaltige Kost (Memento, 2000), teils aber sehr unterhaltsame Actionfilme (Batman Begins, 2005). Daher wäre es ja schon alleine ihm zu verdanken, ein ziemliches Kinoerlebnis zu erfahren. Wenn dann aber auch noch eine Besetzung wie Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine und Scarlett Johannson der Fall ist, bekommt man bereits zu Beginn ein etwas gespaltenes Gefühl. Einerseits absolute Freude, anderseits eine gewisse, schlimme Befürchtung, die sich langsam aufbaut: Wenn dieser Film nicht das ist, was man sich von ihm verspricht, gibt es eine rieeeesen Enttäuschung.

Doch gleich einmal vorweg: All diese leicht paranoiden Befürchtungen sind spätestens nach zehn bis zwanzig Minuten aus dem Feld geräumt. Charakterdarstellung, Präsentation der Geschichte und nicht zuletzt das Screenplay selbst stimmen von der ersten bis zur letzten Szene. Nolan setzt viel auf klassische Stilmittel. Es gibt keine großen Kamerafahrten oder Weitwinkelaufnahmen. Beinahe der gesamte Film wurde mit einer Schulterkamera gedreht, was ihm eine besondere Lebendigkeit und Elan verleiht. Die Szenen gewinnen an Dynamik und man hat viel intensiver das Gefühl, mittendrinnen in der Handlung zu sein.

Die Handlung selbst ist eine gute Mischung aus Thriller und Mystery, was ja bei einer Geschichte um zwei Magier nicht gerade unüberrascht kommt. Sehr positiv habe ich empfunden, dass sie zwar immer wieder mit Filmklischees spielt, selbst aber kaum bis gar nicht in eines verfällt. Die Story hat zahlreiche Wendungen, die einem bis zuletzt zum Mitdenken anregen. Tasächlich sitzt man fast während der gesamten zwei Stunden Spielzeit auf seinem Kinosessel und überlegt sich, welche der tausend Anhaltspunkte und Teillösungen verwertbar sind oder auch nicht. Allerdings übernimmt diese Gedankenbeschäftigung nie die Kontrolle, sodass man dennoch den Film schön auf sich wirken lassen und die Bilder, sowie auch die wunderbaren Charakterdarstellungen geniesen kann.

Und diese sind wirklich gut gelungen. Jackman und Bale nehmen sich nichts in ihren Rollen der ewigen Rivalen, diese absolut überzeugend rüberbringen. Vielleicht sogar etwas zu überzeugend, da man irgendwie das Gefühl nicht losbekommt, dass dieser Zustand durchaus auf das wahre Leben ebenfalls umzumünzen wäre. (Wir wollen bedenken: Beide verkörpern Comic-Superhelden und haben damit nicht nur jede Menge Geld, sondern auch einiges an "Prestige" gewonnen. Jackmann konnte deutlich in seinen Rollen als Wolverine überzeugen - sogar im dritten und damit auch absolut schwächsten Teil der X-Men Saga - und feierte damit seinen absoluten Durchbruch. Bale ging es nicht anders. Nach dem Erfolg von Batman Begins stehen nicht nur zwei weitere Batman Filme an - von denen der nächste bereits gedreht wird - sondern auch jede Mege anderer lukrativer Angebote. Wenn wir jetzt auch noch bedenken, dass beide für die gleiche Agentur arbeiten, wenn nicht sogar den gleichen Agenten haben... nun ja... eine gewisse Rivalität kann man ja da eventuell anspekulieren *gg*) Caine und Johansson, sowie auch Rebekka Hall sorgen als gut inszinierte Nebendarsteller wür eine absolut stimmige Umgebung, wobei natürlich wieder Sir Michael Caine deutlich hervorsticht. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber Caine schafft es stets in seinen Rollen zu überzeugen. Ob nun als Arzt in einem Waisenhaus, als väterlicher Butler oder als genialer Kopf in der Welt von Illusion und Täuschung: Wieder einmal geht er in seiner Rolle absolut auf.

Nun bleibt wohl nur noch einer zu erwähnen, der in seiner Nebenrolle wohl die absolute Überraschung war: Nikola Tesla alias David Bowie überzeugt genauso in der Rolle des obsessiven Wissenschaftlers, den man irgendwo zwischen missverstandenen Genie und berechnenden Geschäftsmann einstufen muss. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob ich ihn vor "The Prestige" ebenfalls eine solch kompetente, schauspielerische Leistung zugetraut hätte. Nun tu ichs. ^^ Übrigens am Rande erwähnt: Nikola Tesla ist nicht nur eine der Elementarsten Figuren der Elektrizitätslehre und bekannt für seinen exzessiven Lebensstil. Er war auch Student der Technischen Universität Graz. Wenn auch nur für zwei Jahre - bis man ihn eben rausgeschmissen hat auf Grund seines Verhaltens.

So. An dieser Stelle ist es mir nicht mehr Möglich, weitere Dinge des Films zu erwähnen, ode wirklich schlimme Spoiler purzeln zu lassen. Daher folgt nun mein Vorab-Fazit und nach einigem Abstand der restliche Teil meiner Meinung. Den man aber erst lesen sollte, wenn man den Film besucht hat. Oder dies ganz sicher nicht mehr vorhat. Sonst würde es wahrscheinlich viel zu viel runinieren ^^""

Vorab-fazit: Ein äußerst gelungener Movie mit Star-Besetzung, der sich eindeutig von der Masse abhebt. Ansehen!

 

 

 

 

 

 

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weiter!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

etwas noch!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber jetzt: Der Spoiler-Teil.

Ja, ich gebe zu: Der Film hat mir absolut gefallen. In seiner Gesamtheit bewegt er nicht nur zum Mitdenken, sondern hinterlässt auch ein Gewisses Nachglimmen, sodass man die gesamte Story nach dem Ende noch einmal im Kopf durchdenkt. Allerdings gibt es dennoch ein paar Dinge, die ich ein wenig Schade gefunden haben, da sie den positven Gesamteindruck doch ein wenig negativ beeinflusst haben. OK. Alfred und Feddy sind nicht ein und derselbe Mann, sondern zwei Zwillinge, die sich ein Leben geteilt haben. Soweit-Sogut. Doch hätte man die Verkleidung des anderen Zwillings als der Erfinder nicht ein wenig besser planen können? Nichts für ungut, aber in der erste Szene im Gerichtssal, wo man Alfreds kleine Tochter sieht, zusammen mit dem Erfinder, kann man bei genaurem Beobachten schnell erkennen, dass es sich dabei ebenfalls um Bale handelt. In den darauffolgenden Szenen ist die Maske besser, aber was bringt das schon, wenn ein geschultes Auge bereits in der ersten Szene einen der Knackpunkte der Geschichte entdeckt. Außerdem bleibt der Erfinder über die gesamte Story hin viel zu ruhig und viel zu wortkarg, als dass er nicht auffallen würde. Und spätestens in der Szene mit Freddy Streit mit Sarah, wo er sich liebevoll um die Tochter kümmert wird klar: Hier stimmt was nicht.

Zweiter Kritikpunkt ist generell die Richtung, die die story im letzten Drittel des Films einschlägt. Relativ spontan und plötzlich entwickelt sich der Thriller zu einem waschechten Sci-Fi Film, bei denen Personen, Katzen und Zyliner durch ein dreidimensionales Faxgerät teleportiert werden. Nun ja. Ansichtssache. Natürlich passt diese Entwicklung mit dem mystischen Element rund um Tesla und den "Wahren transportierten Mann", speziell, wenn man den letzten Monolog von Angier bedenkt. "Ich wusste nie, ob ich der Mann wäre, der ertrinkt, oder der, der das Prestigio bekommt." Aber trotzdem... Irgendwie hat es einen gewissen nachgeschmack hinterlassen, dass unbedingt eine solche Lösung kommen musste. War das wirklich so unausweichlich? Vermutlich.

Fazit: Auch trotz dieser beiden Kritikpunkte ein nach wie vor genialer Film, dessen Ende aber durchaus polarisieren kann, wenn man mich fragt.

27.1.07 22:13





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