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Crazy Times

Nun, es ist ja jetzt doch schon eine Zeitlang her, dass ich hier den letzten Post gesetzt habe. Genug Zeit, dass natürlich jede Menge passieren kann. Positives wie auch negatives. Sachen, die mich eben auf die eine oder andere Art beschäftigt haben. Aber wo soll ich beginnen?

Das neue Semester hat wieder begonnen und konnte mit teilweise positiven Neuigkeiten aufwarten, teilweise aber auch einigen Enttäuschungen. Zwei Prüfungen bis jetzt, die recht gut verlaufen sind, eine, bei der ich immer noch bangen darf. Und das vermutlich auch irgendwo zu Recht. Ich bin gerade in einem Labor, was zwar Zeit kostet, aber nicht wirklich Nerven - was mal eine schöne, neue Kombination ist. Allerdings könnte ich die nächsten Wochen eh mal wieder durchlernen. Ich sage mir, dass ich ab nächstes Monat wieder ein wenig mehr Freizeit habe, aber irgendwie bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich mir da nicht wirklich was einrede. Vielleicht bin ich wirklich ein wenig zu pflichtbewusst... Vielleicht sollte ich wirklich einfach mal spontan sein und irgendwas machen, dass ich mir schon seit langer Zeit vorstelle. Vielleicht sollte ich Puus Rat annehmen und es meinen Freunden nachmachen, die einfach von heute auf morgen auf Urlaub fahren und sich die Welt ansehen. Vielleicht sollte ich eine grundliegende Änderung in meinem Leben durchführen, solange ich noch die Zeit dafür habe und solange ich noch die Möglichkeiten dazu habe. Vielleicht sollte ich wirklich einen großen Teil meines Lebens nicht auf morgen verschieben. Aber irgendwie ist mir trotzdem nicht ganz wohl bei dem Gedanken. Ich habe das Gefühl, duzende anderer Leute dadurch enttäuschen zu müssen und ich habe vielleicht auch ein wenig Angst davor, meinem Leben einen neuen Spin zu verpassen. Hm, vielleicht bin ich in der Hinsicht einfach ein wenig verkorkst... Vielleicht sogar ein wenig mehr als das.

Jede Menge "Vielleicht" in dem vorigen Absatz, wenn ich ihn mir so ansehe...

Nun ja, ich sollte wohl eher mal zu anderen Themen kommen, bevor sich meine Gedanken wieder im Kreis zu drehen beginnen. Also möchte ich an dieser Stelle noch einmal Puu danken - nicht nur für diesen großen Gefallen Gestern, sondern auch für das Gespräch später. ^^ Irgendwie hätte ich das jetzt wirklich nicht so lange aufschieben sollen, denn ich hätte mir - um mich an dieser Stelle noch einmal zu Wiederholen - wirklich einen besseren Zeitpunkt und einen besseren "Grund" gewünscht, um mal live mit dir zu quatschen. But however... Danke nochmals, Puu... Und ich suche übrigens schon nach der passenden Pizzeria, ja? ^^°°

In Zusammenhang mit gestern gäbe es vermutlich auch etwas mehr oder minder unterhaltsamen (naja, je nach Auffassung eben) zu erzählen, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich das wirklich so in der "Öffentlichkeit" breittreten will. De Facto wäre es eine weitere, lange Geschichte aus dem Kapitel "Warum das Universum Kay so gerne ärgert." und ich weiß auch gar nicht, wie interessant es für Aussenstehende ist. Naja, mal sehen eben. Vielleicht gibt es ja beim nächsten Eintrag diesbezüglich was. Im Moment schließe ich diesen mal lieber ab und wende mich wieder dringerenden Themen zu.

"Dude, um was gehts morgen eigentlich im Labor?"

^^

6.3.07 22:57


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Back home (?)

Seit gestern ist es offiziell: Ich habe Semesterferien. Oder zumindest so etwas in der Art. Für ein paar Tage habe ich tatsächlich die Möglichkeit, mal etwas auszuspannen, zu relaxen, all die Dinge anzugehen, die ich schon so lange aufgeschoben habe, ohne dabei wirklich an die Uni denken zu müssen. Wobei... bei dem letzten Teil des Satzes bin ich mir selbst nicht ganz so sicher. De facto *müsste* ich natürlich an die Uni denken, da Ende nächsten Monats eine Mega-Prüfung ansteht, ich ab März das nächste Labor habe, am 23. Feber eine Prüfung, mich langsam um ein Projektlabor scheren müsste, und noch ein paar duzend anderer Dinge, die mehr oder minder bald erledigt werden müssten. Aber mal ehrlich... Ich kenne mich langsam gut genug, dass ich doch genau weiß, wie das ausgehen wird: Anstatt jetzt gleich mit etwas anzufangen, schiebe ich es wieder ewig auf und bringe mich damit noch mehr in einen Stress... Hmm... Vielleicht, weil ich den mittlerweile brauche. Wer weiß?

Aber mal abgesehen von all dieses Gedanken über die Uni und den weiteren Verlauf meines Studiums beschäftigen mich auch sonst einige Dinge, die in meinem Leben so passiert sind. Vor allem, nachdem ich jetzt doch für fast eine ganze Woche am Stück zuhause bin. Ja, klar, seit meinem letzten längeren Besuch zuhause ist jetzt auch nicht sooo eine Ewigkeit vergangen, immerhin liegen die Weihnachtsferien ja gar nich mal so lange zurück, aber dennoch erscheint es mir wie eine halbe Ewigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass ich in den Weihnachtsferien sehr beschäftigt war und eigentlich dauernd auf Achse (auch wenn ich die ganze Zeit hinweg halb bis komplett krank war) aber irgendwie realisiere ich erst jetzt, was für ein seltsames Gefühl es doch ist, hier zuhause wieder längere Zeit zu bleiben.

Es ist nicht so, dass sich hier sehr viel verändert hätte, aber dennoch sind es mehr oder minder Kleinigkeiten, die ich eher zufällig bemerke. Gewisse Bücher, die nicht mehr auf ihren gewohnten Plätzen stehen. Küchenkästen, die plötzlich anders eingeräumt sind. Mein altes Zimmer, dessen Einrichtung mich irgendwie an eine vergangene Zeit erinnert, anstelle der Gegenwart. Es ist ein schwer zu beschreibendes Gefühl, welches aber doch an mir nagt. Denn irgendwie bekomme ich langsam die Vorstellung, dass ich hier nicht mehr so *wirklich* zuhause bin. Tja... Eins zu Null für mein Leben auf der Uni und in der Uni Stadt Graz, nehme ich einmal an...

Auch beschäftigen mich ein paar andere Sachen, die irgendwie mehr oder minder plötzlich aufgetaucht sind. Meine älteste und beste Freundin zieht für ein Semester nach Paris, was sie uns *mal eben so* spontan mitteilt. Ich selbst habe langsam eine Entscheidung getroffen, wie meine weiteren großen Etappen auf der Uni auszusehen haben. Einer meiner ältesten und besten Freunde ist auf der Suche nach Rat und Hilfe zu mir gekommen und so wie es aussieht kann ich ihn weder das eine noch das andere zur Verfügung stellen. Ein Mädchen hat es an einen einzigen Abend vor einiger Zeit geschafft, mich ziemlich runterzuziehen und eine sehr gute Freundin von mir konnte mich wieder aufheitern. Ich mache mir fast täglich Gedanken über mein Leben, die Beziehungen der Vergangenheit, die verpatzten Chancen und die übersehenen Optionen. Gleichzeitig platze ich aber auch vor Elan, da ich das erste Mal seit vielen Jahren wieder das Gefühl habe, dass sich in meiner eigenen Entwicklung etwas getan hat und dass ich den Zielen, die ich mir vor einiger Zeit gesetzt habe, einen deutlichen Schritt näher gekommen bin. Es ist seltsam, befremdend, ungezähmt, wild, besinnlich und euphorisch zugleich. Mein Leben, das mich einfach nicht zur Ruhe kommen lässt - und dass auch aus gutem Grund.

Wie sagte schon ein gewisser Herbert G. in einem seiner Lieder? "Stillstand ist der Tod, geht's voran, bleibt alles anders."

"Der erste Stein fällt in der Mauer. Der Durchbruch ist nah."

12.2.07 00:26


The Prestige

Es ist jetzt doch eine zeitlang her, dass ich einen persönlichen Eindruck zu einem Film hier gepostet habe. Obwohl ich seit dem letzten Posting sicherlich einige duzend Filme angesehen habe, gab es nicht wirklich einen davon, der mich dementsprechend nachhaltig motiviert hätte, an dieser Stelle noch einige Zeilen zu schreiben. Nun ja, bis vor kurzem eben.

Was soll ich im Prinzip über den Film von Chris Nolan sagen? Eigentlich ist ja bereits Nolan selbst als Director ein Garant für teils sehr rechhaltige Kost (Memento, 2000), teils aber sehr unterhaltsame Actionfilme (Batman Begins, 2005). Daher wäre es ja schon alleine ihm zu verdanken, ein ziemliches Kinoerlebnis zu erfahren. Wenn dann aber auch noch eine Besetzung wie Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine und Scarlett Johannson der Fall ist, bekommt man bereits zu Beginn ein etwas gespaltenes Gefühl. Einerseits absolute Freude, anderseits eine gewisse, schlimme Befürchtung, die sich langsam aufbaut: Wenn dieser Film nicht das ist, was man sich von ihm verspricht, gibt es eine rieeeesen Enttäuschung.

Doch gleich einmal vorweg: All diese leicht paranoiden Befürchtungen sind spätestens nach zehn bis zwanzig Minuten aus dem Feld geräumt. Charakterdarstellung, Präsentation der Geschichte und nicht zuletzt das Screenplay selbst stimmen von der ersten bis zur letzten Szene. Nolan setzt viel auf klassische Stilmittel. Es gibt keine großen Kamerafahrten oder Weitwinkelaufnahmen. Beinahe der gesamte Film wurde mit einer Schulterkamera gedreht, was ihm eine besondere Lebendigkeit und Elan verleiht. Die Szenen gewinnen an Dynamik und man hat viel intensiver das Gefühl, mittendrinnen in der Handlung zu sein.

Die Handlung selbst ist eine gute Mischung aus Thriller und Mystery, was ja bei einer Geschichte um zwei Magier nicht gerade unüberrascht kommt. Sehr positiv habe ich empfunden, dass sie zwar immer wieder mit Filmklischees spielt, selbst aber kaum bis gar nicht in eines verfällt. Die Story hat zahlreiche Wendungen, die einem bis zuletzt zum Mitdenken anregen. Tasächlich sitzt man fast während der gesamten zwei Stunden Spielzeit auf seinem Kinosessel und überlegt sich, welche der tausend Anhaltspunkte und Teillösungen verwertbar sind oder auch nicht. Allerdings übernimmt diese Gedankenbeschäftigung nie die Kontrolle, sodass man dennoch den Film schön auf sich wirken lassen und die Bilder, sowie auch die wunderbaren Charakterdarstellungen geniesen kann.

Und diese sind wirklich gut gelungen. Jackman und Bale nehmen sich nichts in ihren Rollen der ewigen Rivalen, diese absolut überzeugend rüberbringen. Vielleicht sogar etwas zu überzeugend, da man irgendwie das Gefühl nicht losbekommt, dass dieser Zustand durchaus auf das wahre Leben ebenfalls umzumünzen wäre. (Wir wollen bedenken: Beide verkörpern Comic-Superhelden und haben damit nicht nur jede Menge Geld, sondern auch einiges an "Prestige" gewonnen. Jackmann konnte deutlich in seinen Rollen als Wolverine überzeugen - sogar im dritten und damit auch absolut schwächsten Teil der X-Men Saga - und feierte damit seinen absoluten Durchbruch. Bale ging es nicht anders. Nach dem Erfolg von Batman Begins stehen nicht nur zwei weitere Batman Filme an - von denen der nächste bereits gedreht wird - sondern auch jede Mege anderer lukrativer Angebote. Wenn wir jetzt auch noch bedenken, dass beide für die gleiche Agentur arbeiten, wenn nicht sogar den gleichen Agenten haben... nun ja... eine gewisse Rivalität kann man ja da eventuell anspekulieren *gg*) Caine und Johansson, sowie auch Rebekka Hall sorgen als gut inszinierte Nebendarsteller wür eine absolut stimmige Umgebung, wobei natürlich wieder Sir Michael Caine deutlich hervorsticht. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber Caine schafft es stets in seinen Rollen zu überzeugen. Ob nun als Arzt in einem Waisenhaus, als väterlicher Butler oder als genialer Kopf in der Welt von Illusion und Täuschung: Wieder einmal geht er in seiner Rolle absolut auf.

Nun bleibt wohl nur noch einer zu erwähnen, der in seiner Nebenrolle wohl die absolute Überraschung war: Nikola Tesla alias David Bowie überzeugt genauso in der Rolle des obsessiven Wissenschaftlers, den man irgendwo zwischen missverstandenen Genie und berechnenden Geschäftsmann einstufen muss. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob ich ihn vor "The Prestige" ebenfalls eine solch kompetente, schauspielerische Leistung zugetraut hätte. Nun tu ichs. ^^ Übrigens am Rande erwähnt: Nikola Tesla ist nicht nur eine der Elementarsten Figuren der Elektrizitätslehre und bekannt für seinen exzessiven Lebensstil. Er war auch Student der Technischen Universität Graz. Wenn auch nur für zwei Jahre - bis man ihn eben rausgeschmissen hat auf Grund seines Verhaltens.

So. An dieser Stelle ist es mir nicht mehr Möglich, weitere Dinge des Films zu erwähnen, ode wirklich schlimme Spoiler purzeln zu lassen. Daher folgt nun mein Vorab-Fazit und nach einigem Abstand der restliche Teil meiner Meinung. Den man aber erst lesen sollte, wenn man den Film besucht hat. Oder dies ganz sicher nicht mehr vorhat. Sonst würde es wahrscheinlich viel zu viel runinieren ^^""

Vorab-fazit: Ein äußerst gelungener Movie mit Star-Besetzung, der sich eindeutig von der Masse abhebt. Ansehen!

 

 

 

 

 

 

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weiter!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

etwas noch!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber jetzt: Der Spoiler-Teil.

Ja, ich gebe zu: Der Film hat mir absolut gefallen. In seiner Gesamtheit bewegt er nicht nur zum Mitdenken, sondern hinterlässt auch ein Gewisses Nachglimmen, sodass man die gesamte Story nach dem Ende noch einmal im Kopf durchdenkt. Allerdings gibt es dennoch ein paar Dinge, die ich ein wenig Schade gefunden haben, da sie den positven Gesamteindruck doch ein wenig negativ beeinflusst haben. OK. Alfred und Feddy sind nicht ein und derselbe Mann, sondern zwei Zwillinge, die sich ein Leben geteilt haben. Soweit-Sogut. Doch hätte man die Verkleidung des anderen Zwillings als der Erfinder nicht ein wenig besser planen können? Nichts für ungut, aber in der erste Szene im Gerichtssal, wo man Alfreds kleine Tochter sieht, zusammen mit dem Erfinder, kann man bei genaurem Beobachten schnell erkennen, dass es sich dabei ebenfalls um Bale handelt. In den darauffolgenden Szenen ist die Maske besser, aber was bringt das schon, wenn ein geschultes Auge bereits in der ersten Szene einen der Knackpunkte der Geschichte entdeckt. Außerdem bleibt der Erfinder über die gesamte Story hin viel zu ruhig und viel zu wortkarg, als dass er nicht auffallen würde. Und spätestens in der Szene mit Freddy Streit mit Sarah, wo er sich liebevoll um die Tochter kümmert wird klar: Hier stimmt was nicht.

Zweiter Kritikpunkt ist generell die Richtung, die die story im letzten Drittel des Films einschlägt. Relativ spontan und plötzlich entwickelt sich der Thriller zu einem waschechten Sci-Fi Film, bei denen Personen, Katzen und Zyliner durch ein dreidimensionales Faxgerät teleportiert werden. Nun ja. Ansichtssache. Natürlich passt diese Entwicklung mit dem mystischen Element rund um Tesla und den "Wahren transportierten Mann", speziell, wenn man den letzten Monolog von Angier bedenkt. "Ich wusste nie, ob ich der Mann wäre, der ertrinkt, oder der, der das Prestigio bekommt." Aber trotzdem... Irgendwie hat es einen gewissen nachgeschmack hinterlassen, dass unbedingt eine solche Lösung kommen musste. War das wirklich so unausweichlich? Vermutlich.

Fazit: Auch trotz dieser beiden Kritikpunkte ein nach wie vor genialer Film, dessen Ende aber durchaus polarisieren kann, wenn man mich fragt.

27.1.07 22:13


Dancin' on knives edge

*Staub vom Blog pustet*

Tja, ist jetzt wohl eine Zeitlang her, seitdem ich das letzte Mal etwas gepostet habe. Vermutlich wohl, weil die letzte Zeit irgendwie etwas... kompliziert war. Viele Verpflichtungen, die am Ende des letzten Jahres noch in Haus gestanden sind, einige tiefere Einblicke in meine Seele innerhalb der vergangenen Wochen, die ich mir lieber noch einige Zeit aufgeschoben hätte und schlussendlich einige andere Dinge, die etwas schief gelaufen sind, nennen sich wohl die unrühmlichen Höhepunkte des vergangenen Monats. Viele Dinge sind passiert, die mich auf die eine oder andere Weise belastet haben. Seelisch, körperlich, einerlei. Im Endeffekt hat sich das Ganze schließlich in einem ganz schönen Stimmungstief entladen, welches mich das vergangene Wochenende ziemlich erwischt hat, und welches sich erst heute langsam etwas abschütteln lässt.

Alles in allem könnte man meine Gedanken der vergangenen Tag mit folgendem Bild beschreiben: Einem Tank auf Messers Schneide. Die Schneide ist wohl genau das Leben, dass ich führen will. Das Optimum, die innere Balance zwischen all den verschiedenen Interessen und Seiten an meiner Persönlichkeit, die ich besitze ist wohl diese Schneide. Ein schmaler Grat, von dem ich jedes Mal abrutsche, wenn ich das Gefühl bekommen habe, endlich meinen Rhythmus auf ihn gefunden zu haben. Und entweder auf die eine oder andere Seite der Schneide falle. Entweder in die optimistische, verharmlosende Gleichgültigkeit meiner Persona oder - in selterneren Fällen - auf die nüchterne, triste Traurigkeit der Realität. Ein Stimmungstief, dass mich viele Fragen überdenken lässt, die ich normalerweise geschickt vermeide. Fragen, deren Antwort ich tief in meinem Innersten vermutlich kenne, ich sie aber lieber verleugne und stattdessen meine gesamte Konzentration auf andere Dinge in meinem Leben richte. Uni. Party. Karriere. Spaß. Freunde. Kollegen. Der ewigwährende Dualismus meiner eigenen Existenz. Die Lüge meines Charakters, der ich selbst schon einmal zu oft aufgesessen bin.

Kurz gesagt: Jede Menge Gedanken, die mir normalerweise nicht durch den Kopf schwirren.

Normalerweise bin ich nicht so. Weder so negativ, noch so theadralisch. Diese Einsicht kommt aber meist erst dann, wenn ich aus diesem tiefen Loch, in das ich mich selbst gestürzt habe, wieder herausgefunden habe. Was jetzt langsam wieder der Fall ist. Im Nachhinein bleibt dann wohl nur noch der bittere Nachgeschmack eines halbverdauten Wochenendes und eines intensiver werdenden Traumes, der sich in meiner Vorstellung langsam immer mehr konkretisiert.

Der Traum eines Cottages, irgendwo tief in den Upper Highlands von Schottland. Vielleicht Nähe Iverness. Etwas mehr nördwestlich eventuell. Zwanzig Meilen bis zur nächsten Ortschaft. Im Landhaus selbst nur das Notwendigste. Fernseher? Muss nicht ein. Internet? Nein, wäre vermutlich besser ohne. Ein Computer? Eventuell, wenn Word installiert ist könnte ich ja eventuell die Inspiration haben, etwas in meinen Geschichten weiterzuschreiben. Ein See wäre schön. Vielleicht nicht unbedingt direkt neben dem Haus, auch wenn das durchaus OK wäre. Wäre ja auch nicht das Erste Mal und vielleicht könnte ich meine Angel mal wieder auspacken. Ein offener Kamin wäre fast schon ein Muss. Und sonst? Ein Mietauto zur freien Verfügung, aber von diesem Mal abgesehen: Ruhe. Ruhe, Einsamkeit, Entspannung. Für wie lange? Ein Monat? Sechs? Zwölf? Schwer zu sagen. "Solange es eben dauert." Um das Gleichgewicht wiederzufinden und vielleicht das erste Mal in meinem Leben ins Reine mit mir selbst zu kommen. Irgendwie... habe ich das schon lange aufgeschoben. Irgendwie...

Hmm, ich denke, ich schweife langsam in die Belanglosigkeit ab. Vielleicht ein Zeichen, aufzuhören. Zumindest für heute.

22.1.07 21:41


Die stillste Zeit im Jahr?

Laut meiner Uhr ist es im Moment 20 Minuten nach eins. Ergo ist heute der 26. Dezember und damit auch der letzte Weihnachtsfeiertag angebrochen. Anders ausgedrückt: Weihnachten ist bald überstanden ^^

Nein, das soll jetzt wirklich in keinster Art und Weise negativ klingen. De Facto habe ich mich im Vorhinein schon sehr auf das heurige Fest gefreut und wurde auch in keinster Weise enttäuscht. Weihnachten 2006 war in jeder erdenklicher Weise genau das Weihnachten, dass ich erhofft und erwartet hatte. Ein Wiedersehen mit vielen alten Freunden und Bekannten, ein Fest der Familie und ja, tatsächlich habe ich es seit letzten Mittwoch auch irgendwie geschafft, nichts für die Uni zu machen. Hätte ich es auch noch geschafft, nicht zu sehr an meine Verpflichtungen zu denken, wäre es wahrscheinlich perfekt gewesen. So war es "nur" sehr, sehr schön.

Wie dem auch sei, in den letzten Tagen hatte ich mal wieder verstärkt mehr Zeit, mir selbst ein paar Gedanken zu machen. Keine spezifischen Gedanken über ein Gewisses Thema, eher so ein freies Assoziieren über Gott und die Welt. Über das, was ein mal war, gerade ist und vielleicht sogar ein wenig über das, was einmal sein wird. Vor allem letzterer Punkt ist für mich persönlich etwas... seltsames. Ich war nie ein Mensch, der sich besonders viel Gedanken oder Sorgen über die Zukunft gemacht hat. Ob nun damals in der Schule oder in den vergangenen Jahren meines Studiums - die Zukunft war für mich stets etwas, dass irgendwann einmal aktuell sein würde. Nur eben nicht gerade jetzt. Und auch wenn ich mich wirklich nicht über diese Einstellung beklagen darf - denn immerhin hat es ja auch seine Vorzüge im Hier und Jetzt zu leben - so fange ich mich langsam an zu fragen, ob sich diese nicht langsam und schleichend ändert. Es dauert nicht mehr lange, bis ich tstsächlich einmal mit meinem Studium fertig werde. Und dann? Ich meine, ich weiß mit ziemlicher Sicherheit, dass ich weiter meinen Doktor machen will, aber auf welchen Institut? Und in welche Richtung? Wird es die Forschung sein, dieser dumme Gedanke daran, etwas erschaffen zu können Kraft meiner Kreativität oder dieser auswuchs meiner kindlichen Vorstellung, eines Tages etwas ganz Großes zu finden? Oder wird mich doch einmal die nüchterne Realität einhaolen und ich lenke den Weg des Wirtschaft und somit des Geldes ein. Keine Entscheidung, die ich gerne treffen würde, doch so wie es aussieht nimmt mir sie niemand ab. ^^°

Und sonst? Wie schon gesagt habe ich mal wieder etwas Zeit für meine alten Freunde gefunden und konnte sie alle nach langer Zeit wieder sehen. Ein sehr schöner Abend liegt hinter mir aber mit ihm auch diverse Fragen, die mich irgendwo seitdem beschäftigen. Eine von ihnen betrifft einen meiner besten und ältesten Freunde. Er hatte nie gerade die einfachste Kindheit oder Vergangenheit. Nicht gerade, dass er in irgendwelchen schlechten Kreisen drinnen war, es war nur, dass er immer vieles hatte, dass er nah an sich heranließ und sich dadurch in seinem Vorankommen behindern ließ. Zusammen mit seinem hausgegebenen Hang zur Theadralik und zum Aufgeben war das nicht gerade die beste Kombination. Sein Leben in den letzten 8-9 Jahren sah in etwa folgendermaßen aus: Von einer Schule in die andere gewechselt, ohne Abschluss abgebrochen, sich eine Zeit lang treiben lassen, ein Gelegenheitsjob um den nächsten, schließlich eine lange Schulung vom Arbeitsamt bekommen, doch nun das Problem, dass er so gut wie nicht vermittelt werden kann. Zu früh die Schule verlassen um angenommen zu werden, zu wenig (legal) gearbeitet, um Anrecht auf Arbeitslose zu haben, und zu sehr in seinem Selbstmittleid versunken, um sich selbst um Optionen zu bemühen. Kurzum: Er ist einer dieser Menschen, denen man am Liebsten gleichzeitig gut zureden und eine aufs Maul geben würde. Niemand anders als er Selbst ist schuld an seiner Momentanen Lage, aber jedes Mal, wenn ich in der Vergangenheit das Thema darauf gelenkt habe, sind wir entweder zum Streiten gekommen oder er hat seeehr schnell abgelenkt. Wirklich nicht einfach, das Ganze.

Außerdem hat mich eine gute Freundin wegen meines Lebensstils in den vergangenen Monaten ein wenig zusammengeschimpft. "Ich sollte endlich mit dieser selbstzerstörerischen ewig-nichts-schlafen-und-wie-ein-robotter-arbeiten-Nummer aufhören und ein wenig mehr an mich denken." Ich finde sie hat nicht unrecht, ganz im Gegenteil sogar. Aber ich fürchte, dies ist leichter gesagt als tatsächlich getan. In dem letzten Jahr... vielleicht sogar den letzten eineinhalb Jahren... habe ich einen wirklich guten Lauf. Mir gelingen viele Dinge die ich anfasse und ich habe begonnen effizienter und auch länger zu arbeiten wie zuvor. Ich will diesen Lauf nicht gerade gerne aufs Spiel setzen, vor allem, wenn ich daran denke, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich alle wirklich schlimmen Brocken meines Studiums hinter mir habe...

Viel was anderes gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen. Ich freue mich auf die nächsten Tage, auf Silvester und auf andere Dinge in der näheren Zukunft. Ich hoffe, das ein gewisses Paket bald wo eintrifft und erwarte ein anderes fast schon sehnsüchtig. I will run on for a long time.

Run on for a long time.

26.12.06 00:50


Zucchero - Baila

Adesso credo nei miracoli,
in questa notte di tequila boom boom.
Sei cosa, sexy cosa, sexy thing,
Ti ho messo gli occhi addosso... e lo sai.
Che devi avere un caos dentro di te
per far fiorire una stella che balla.
Inferno e paradiso dentro di te,
la luna è un sole guarda come brilla.
Baby, the night is on fire.
Siamo fiamme nel cielo,
lampi in mezzo al buio...
What you say?

Baila, baila morena,
sotto questa luna piena,
under the moonlight,
under the moonlight.

Vai chica vai cocca che mi sa, cocca
che questa sera qualche cosa ti tocca.
Ho un cuore d'oro sai il cuore di un santo
per cosi' poco me la merito tanto.

Baby, the night is on fire.
Siamo fiamme nel cielo,
scandalo nel buio...
What you say?

Baila, baila morena,
sotto questa luna piena,
under the moonlight.
Baila, under the moonlight,
sotto questa luna piena,
baila Morena...
yeah yeah yeah...

You got me hurtin so bad, so bad
I got to have it, so bad
What you say?

Baila, baila morena,
sotto questa luna piena,
under the moonlight.

E daila, under the moonlight,
Sotto questa luna piena.
Daila morena,
sotto questa luna piena,
sotto questa luna piena,
sotto questa luna piena,
under the moonlight.

 

Todays mood: Feelin' fine ^^

 

13.12.06 20:54


Wünsch dir was!

Es kommt die Zeit, ooohooo, in der das Wünschen wieder hilft.

Es kommt die Zeit, ooohooo, in der das Wünschen wieder hilft.

Wooo-hooo-ooo

In der das Wünschen wieder hilft!

Albern? Vielleicht. Aber so langsam komme selbst ich wieder so richtig in Weihnachtsstimmung. Und ich meine nicht gerade eine solche Weihnachtsstimmung, die geprägt durch kapitalistische Wertvorstellungen oder geradezu kitschige Versöhnungsphilosophie ist. Vielmehr, die wirklich schöne Stimmung, in der ein unverbesserlicher Optimist, wie ich selbst es nun mal bin, verfällt, wenn sich die Feiertage nähern.

Endlich mal wieder Zeit. Endlich mal wieder Tage, die nicht durch Schlaflosigkeit, Stress und Stundenlangen Protokollschreiben verbunden ist. Nein. Endlich kommt die ruhige Zeit des Jahres. Eineinhalb bis zwei Wochen, die für die Familie reserviert sind. Familie, Freunde und Bekannte, die man nun schon seit einiger Zeit lang vernachlässigt hat. Eine Zeit, in der man sich endlich mal wieder auf die wirklich Wichtigen Dinge im Leben konzentrieren kann. Genau deshalb liebe ich diese Zeit im Jahr so. ^^ Nicht wegen der Geschenke oder den ganzen Kommerzkram. Sicher auch nicht wegen der Vanillekipferlvergiftung, der man in der Waffenruhe zwischen heiligem Abend und Neujahr niederliegt. Nein, es ist einfach nur die Möglichkeit, über ein paar Tage sich selbst erneut zu sammeln. Das Leben einfach mal Leben sein lassen und den Alltagstrott ein wenig Vorsprung abzukaufen.

Oh ja... Weihnachten, here I come ^^

12.12.06 01:08


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